Es ist nie zu spät für ein literarisches Debüt

Es ist nie zu spät zum Schreiben

Vielleicht haben Sie das Jahr mit dem Vorsatz begonnen, (wieder mehr) zu schreiben? Nagen Zweifel an Ihnen, weil Sie denken, Sie seien nun schon zu alt dafür? Aber: Es ist nie zu spät für ein literarisches Debüt, wie die folgenden Beispiele beweisen.

Annie Proulx

Annie Proulx

Annie Proulx begann mit 58 Jahren zu schreiben und veröffentlichte 1992 ihren ersten Roman „Postkarten“, für den sie dann auch gleich den PEN/Faulkner-Award erhielt. Mit „Schiffsmeldungen“ (1993) baute sie ihren Ruf als eigenwillige Schriftstellerin aus und hat nun, kurz nach der Veröffentlichung ihres voluminösen und die Natur thematisierenden Romans „Aus hartem Holz“ den National Book Award für ihr Lebenswerk erhalten. Süffisant kommentierte die nunmehr 82jährige bei ihrer Dankesrede: Although this award is for lifetime achievement, I didn’t start writing until I was 58, so if you’ve been thinking about it and putting it off, well… (Obwohl dieser Preis für ein Lebenswerk sein soll, habe ich erst mit dem Schreiben begonnen, als ich 58 war – wenn Sie das bedacht haben und als nebensächlich einschätzten, well…)

Louis Begley, Frank McCourt und Benoîte Groult

Begley, McCourt, Groult

 

 

Louis Begley veröffentlichte mit 58 Jahren seinen ersten Roman „Lügen in Zeiten des Krieges„, und Frank McCourt hatte sein literarisches Debüt gar erst mit 66 Jahren („Die Asche meiner Mutter„). Benoîte Groult trat mit 52 Jahren mit „Die Dinge, wie sie sind“ erstmals an die Öffentlichkeit – und da war an ihren Welterfolg „Salz auf unserer Haut“ noch gar nicht zu denken.

Ingrid Noll und Edward O. Wilson

Auch Ingrid Noll war schon 56, als „Der Hahn ist tot“ erschien – zuvor hat sie für ihre Kinder gesorgt, ihrem Mann in der Arztpraxis geholfen und eben das getan, was für ein Familienleben notwendig ist. Die beiden zitierten Männer Begley und Frank McCourt waren Jurist und Lehrer, bevor sie mit dem Schreiben begannen. Edward O. WilsonsAmeisenroman“ erschien, als der Biologe 82 Jahre alt war!

 

Und noch ein Beispiel aus den Annalen von schreibwerk berlin: Ursula Sinemus begann 60jährig zu schreiben und legte mit „Späte Lieben“ und „Das Leben gehört den Lebenden“ zwei ungewöhnliche und spannende Romane vor. Möge sie ihren dritten Roman bald beenden!

Also: Nur ran an den (Schreib)Speck: Schreiben Sie, was das Zeug hält, auch wenn Sie auf die Hundert zugehen. Sie haben Erfahrung, einen Willen, einen klaren Verstand! Und wahrscheinlich auch die materielle Sicherheit, um nicht auf der Straße schreiben zu müssen. Aber gehen Sie ab und zu auf die Straße. Beobachten Sie, schreiben Sie Ihre Beobachtungen auf, nutzen Sie die Passanten als Ausgangsfiguren für Ihre Protagonist*innen. Wir helfen Ihnen bei der Umsetzung Ihres Ziels. Zum Beispiel können Sie bei uns mit dem Kurs Creative Writing beginnen: das ist ein spielerischer Start ins ernsthafte Schreiben.

 

 

 

 

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