Landebahn – Roman von Stefan Gross erschienen

Landebahn – Roman von Stefan Gross erschienen

Landebahn

Roman „Landebahn“ erschienen

Stefan Gross hat sich vor ein paar Jahren zum Schreiben entschlossen und seither immer mal wieder die Dienste von schreibwerk berlin in Anspruch genommen. Jetzt ist sein Roman „Landebahn“ erschienen. Die Geschichte des Unternehmers Carl Hammer, der eigentlich alles hat, was man sich nur wünschen kann (mein Haus, meine Frau, mein Auto …) und dennoch in großer seelischer Not ist. Von seiner Firma nach Indien geschickt, biegt er dort kurzerhand von der vorgesehenen Route ab und badet sogar im Ganges – mit schlimmen Folgen. Vieles ist sehr überraschend in diesem Roman, an dessen Ende er sich nicht nur selbst findet, sondern auch seine Familiengeschichte kennt. Und seine Berufung. Ein durchaus positives Buch also, in dem viele Fragen auftauchen, die wir uns in der einen oder anderen Form selbst stellen.

Stefan Gross schreibt über das Lektorat, das er bei uns hat machen lassen, Folgendes:

 

Ein Roman ist ein Kunstwerk

Weil ich einen Roman schreiben wollte, entschloss ich mich vor einigen Jahren, bei schreibwerk berlin zu lernen, wie das geht. Ein Roman ist ein Kunstwerk und nach meiner Vorstellung ist es auch eine Konstruktion. Es braucht Planung und Technik, um einen Roman zu schreiben. Das klingt vielleicht streng, ich habe das Planen und Erarbeiten meines Romans aber als sehr lebhaften, vielschichtigen Prozess erlebt. Ich füllte mehrere Notizbücher mit Notizen und Skizzen, und das Manuskript schrieb ich auch nicht nach einem festgelegten Plan, sondern in szenischen und thematischen Bezugsrahmen, mit denen ich bis zum Schluss flexibel arbeitete, vergleichbar einem Maler, der ein Gemälde in mehreren Schichten erschafft. Auch zum Schaffensprozess in der Architektur, dem Fach, das ich studiert habe, fand ich hilfreiche Querbeziehungen beim Schreiben, etwa wenn ich mich zu Vereinfachungen im Aufbau entschloss und zu Kürzungen zugunsten von Spannung und Klarheit. Mir, dem schreibenden Architekten, hat Hanne Landbeck die Architektur des Schreibens beigebracht: wie man Thema, Setting, Plot, Figuren entwickelt, mit horizontalen und vertikalen Zeitlinien arbeitet, Spannung erzeugt und beim Thema und den sie tragenden Figuren bleibt.

Selbstbewusstsein und Durchhaltevermögen

Sie hat mich in zwei Phasen betreut. Am Anfang absolvierte ich ihre sehr interessanten Kurse über fiktionales Schreiben. Da war ich zwar schon beseelt von meiner Idee, einen Roman schreiben zu wollen, aber überhaupt noch nicht sicher, ob und vor allem wie mir das gelingen könnte. Hannes Instruktionen und ihr Feedback haben mir dann sehr geholfen, das für so ein Vorhaben nötige Selbstbewusstsein und Durchhaltevermögen aufzubauen.
Besonders das Online-Special Extremdenken war wichtig für mich. Mein Roman wäre längst nicht so spannend, flirrend, temporeich und freizügig ohne diese Auseinandersetzung mit meinen Tabus und Hemmschwellen. Ich wurde zunehmend sicherer und mutiger, je mehr ich beim Schreiben über das Schreiben lernte. Wenn mir nichts einfiel, zeigte Hanne mir Wege auf, motivierte mich zum Durchhalten und was sie kritisierte, begründete sie gut.

Eine echte Heldenreise

So ermutigt und ertüchtigt schrieb ich also meinen Roman LANDEBAHN, der eine echte Heldenreise geworden ist; ein Gegenwartsroman über die Verwandlung eines hochfliegenden Mannes in einen geerdeten Menschen. Er reist dafür nach Indien und löst dort die Rätsel seiner Vergangenheit.
Als ich glaubte, mein Manuskript sei fertig, vertraute ich es Hanne Landbeck zum Lektorieren an. Wir schlossen einen Vertrag und sie beriet mich kritisch-konstruktiv. Ich nahm umfangreiche Kürzungen vor, stellte einige Kapitel um und schrieb einen neuen Schluss. Jetzt ist die Geschichte noch besser – konziser, tragischer, spannender. Und ich weiß jetzt, wie es ist, einen Roman zu schreiben, und dass ich es kann. Darüber bin ich ziemlich glücklich. Danke, Hanne!

Danke, lieber Stefan, gebe ich da zurück. Ich freue mich darüber, dass der Roman erschienen ist und lege ihn allen ans Herz! Viel Erfolg – und immer eine sichere Landebahn.

Seitenanzahl: 340ISBN: 978-3-347-07494-1Größe: 12,0 cm x 19,0 cmErscheinungsdatum: 19.06.2020

3 Kommentare

Beate Veröffentlicht am16:10 - 30. Juni 2020

Toll, was Stefan Gross da gelungen ist! Und hochinteressant, wie er seinen Schreibprozess beschreibt: Es ist einfach nicht immer lustig, das Schreiben!😉

    Stefan Veröffentlicht am17:52 - 1. Juli 2020

    Vielen Dank, liebe Beate.
    Es war tatsächlich nicht immer lustig und manchmal sogar bitter ernst. Zum Glück habe ich das Notebook dann aber nicht aus dem Fenster geschmissen. Ganz oft bin ich vor dem Schreiben in die Sauna geflüchtet, und da fiel mir manch cooler Satz auch gleich ein. Aber ich hatte nie was zum Schreiben dabei und schwupp, war alles gleich wieder verdampft. So eine Geschichte wächst auch nicht nur im Kopf und beim Tippen heran. Irgendwo anders in einem wird sie auch noch ausgebrütet und man kann nicht wirklich was dagegen tun. Ein bisschen was von Kranksein hat das Schreiben nämlich auch und fühlt sich an wie Fieber. 😉

Reinhard Simon Veröffentlicht am13:30 - 30. Juni 2020

Hallo, ich frage mich gerade, ob ich mit Stefan ein Vorbild für meinen ersten Roman gefunden habe. Ich werde Stefans Roman auf alle Fälle lesen😊

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