Pack die Badehose ein – ein Sommerspaß in vier Etappen

Sommer-Geschichten

Pack die Badehose ein – ein Sommerspaß in vier Etappen

Lasziv am Strand

Wir laden Sie ein zum Online-Kurs mit Sommer-Geschichten.

Wenn wir vom Sommer träumen, fallen uns Bilder und Stichworte ein: Reisen, frei sein, scheinbare Unendlichkeit erleben; laue Nächte durchwachen, die üppige Natur erleben, das Meer fühlen. Oder die Berge und Wälder mit ihren Schatten und Seen erkunden. Lasziv am Strand liegen, die Männer in Badehosen, die Frauen in zu knappen Bikinis bestaunen. Was auch immer Sie mit dem Sommer verbinden: In diesem Kurs dürfen Sie den Sommer (be)schreiben. In den vier Etappen können Sie auch auf den Spuren Ihrer Kindheitssommer wandeln oder Insekten in der Stadt suchen. Und die Wellen als Klangteppich unter ihre Träume legen.

In Corona-Zeiten ist alles anders, auch der Sommer. Viele dürfen oder wollen keinen Urlaub machen in diesem Jahr, in dem in den Touristenzentren die Hotels und Restaurants, die Strandbars und lauschigen Plätze oft vergeblich auf Gäste warten. Wir erleben den Sommer 2020 also anders, neu – und vergleichen das mit den Erwartungen und Hoffnungen. Anlass genug, darüber zu schreiben.

Leicht und locker: Sommer-Geschichten

Sommer-Geschichten sind leicht und locker. Sie spielen mit einer trägen Erotik und sinnlichen Wachsamkeit; sie vermitteln den Geruch von Sonnencreme, vom „Salz auf unserer Haut“ und manchmal auch von verbotenem Tun.  Die „Kinder von Bullerbü“ von Astrid Lindgren lebten anscheinend immer im Sommer und nährten damit unsere Sehnsucht nach schattigen Birkenwäldern und starken Mädchen. Auch Kurt Tucholsky erzählte vom schwedischen Sommer in „Schloss Gripsholm“ – mit einigen unidyllischen Episoden, aber eine veritable Sommer-Liebesgeschichte in Rheinsberg. Karl Ove Knausgård nähert sich „Im Sommer“ assoziativ dem Phänomen. Seine Anekdoten reichen  von der kurzen Hose über die rote Johannisbeere bis zum Wassersprenger. Von Rezensenten hoch gelobt schildert Sarah Jäger in „Nach vorn, nach Süden“ eine Gruppe junger Menschen auf der Suche nach sich selbst – im Sommer. Und wir begeben uns mit diesem Kurs in ein literarisches Sommer-Abenteuer. Und viele so genannte „Urlaubslektüren“ beschäftigen sich mit, wer hätte es gedacht: der Liebe.

 

Vom Früh- bis zum Spätsommer

Wir spazieren vom Früh- bis zum Spätsommer und gönnen dem Hochsommer zwei Sessions.

Pro Modul erhalten Sie Anregungen (Beispiele anderer AutorInnen,  Filme, Gefühle, Assoziationen…).  Und bis zu drei Textaufgaben, aus denen Sie mindestens eine auswählen.

  • Woche 1: Kurze Hosen – lange Nächte :  Wir erkunden das Sommererlebnis (nicht nur unter Corona-Bedingungen). Literarische Stimmungen, evtl. auch poetisch.
  • Woche 2: Kleine Fluchten – große Freiheit: Ein Hoch auf den Sommer und seine Möglichkeiten – Wie schreiben wir leicht?
  • Woche 3: Sommer, Sonne, Strand? Drei große Fragezeichen zum Glück. Das kann durchaus auch zum Krimi führen.
  • Woche 4: Der Sommer war sehr groß: literarischer Abschied von einer Jahreszeit.

Zur Anmeldung folgen Sie bitte diesem Link.

Abendessen mit Frauenarzt – von Michaela Christians

Jakobsmuscheln

Abendessen mit Frauenarzt – von Michaela Christians 

Michaela Christians lebt in Bielefeld

Der Text stammt aus dem Online-Kurs Literarisches Schreiben

Alexander Fischer zog einen dunkelblauen Kaschmirpullover über das weiße Polohemd und setzte seine Goldrandbrille wieder auf. Wiebke hatte ein junges Ehepaar, das sie beim Spanischkurs in der VHS kennengelernt hatte, zum Abendessen eingeladen. Damit war die Sportschau für heute gestorben. Hoffentlich waren die beiden keine Ärzte. Er hasste Kollegengespräche beim Essen. Irgendwas mit Design hatte Wiebke vermutet, aber sie wusste es nicht genau.

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Das Auto-Biographische Experiment: ein Resümee

Sehr erfolgreich verlief die Probephase des innovativen Kurses „Das auto-biographische Experiment“ von schreibwerk berlin.

 

Die Bilanz der Kursleiterin

In der Tat hatte ich eigentlich wenig Erwartungen – a) wusste ich nicht, ob sich überhaupt jemand dafür interessieren würde und b) war ich dann lediglich gespannt, ob es funktionieren kann, andere Menschen zur Distanzierung von sich selbst zu animieren.

Das auto-biographische Experiment ist ab sofort als Online-Kurs individuell buchbar. 

Erwartungen weit übertroffen

Das Ergebnis hat meine (wie behauptet: nicht vorhandenen) Erwartungen weit übertroffen. Ich hatte an ganz anderer „Front“ zu kämpfen als die TeilnehmerInnen, aber natürlich hat auch mir es Spaß gemacht, die Aufgaben durchzuspielen. Und ich habe für mich selbst daraus viel Befriedigung und überraschenderweise auch Befreiung (u.a. von Schuld) erfahren. Also für mich persönlich ist diese Methode, sollte ich überhaupt jemals meine Biographie schreiben – oder Teile davon, richtig. Das muss nicht für jede gelten, und galt auch nicht für jede, die hier mitarbeiten wollte oder mitgearbeitet hat. Dass ein Kurs nicht immer alle Leute, die daran teilnehmen, abholt und mitzieht, ist normal. Manche hatten ihr Zeitbudget überschätzt, andere ihren Mut, zu sich selbst und das vor anderen zu stehen, für wieder andere war die Methode einfach nicht die richtige.

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Pizza Hawaii, I love you

PIzza Hawaii

Dieser Text von Maria Unger stammt aus dem Food-Writing-Special.

Pizza Hawaii, I love you

Lucy Fricke hat mit „Töchter“ einen tollen Roman über zwei Frauen um die Vierzig geschrieben, die völlig ungeplant eine Reise machen. Sie beginnt in Berlin und führt über die Schweiz und Italien nach Griechenland.
Da ich mich bei „Food Writing“ angemeldet habe, obwohl ich nicht kochen kann, folge ich den Spuren der Ich-Erzählerin Betty, die sich, bevor sie an einem überquellenden griechischen Ostermahl teilnimmt, so charakterisiert:
Wir hätten nicht ablehnen können. Der Tisch war gedeckt für sechs Personen. Er bog sich unter Suppe, Gebäck und rotgefärbten Eiern. Die Mutter von Yannis, die ich bisher nur aus der Ferne gekannt hatte, umarmte uns alle nacheinander. Gegen diese Gastfreundschaft war kein Kraut gewachsen. Eine solche Gastfreundschaft konnte den schönsten Ort der Welt unerträglich machen. Man entkam ihr nicht und lobte sie nach der Rückkehr, aber eigentlich machte sie einen fertig. Das war eine Sache, die ich in Deutschland insgeheim schätzte. Niemand dort hatte mich je zum Essen gezwungen, jeder schien bereit, mich meinem Schicksal zu überlassen.

Pizza Hawaii, I Love You

„Bergmannstr. 104, 104 Stufen nach oben, bis es nicht mehr weitergeht“, so habe ich neuen Freunden meine Adresse beschrieben und bei der Zahl 104 gegrinst, wenn ich sah, wie sie die Augen rollten oder „Geht’s noch?“ stöhnten.
Heute grinse ich nicht. Ich bin 104 Stufen gestiegen mit einem Rollkoffer in der Hand, der auf ebener Strecke wunderbar rollt, aber für Stufen nicht gerüstet ist. Das wäre doch mal eine nützliche Erfindung! Ich stelle den Koffer ab, stecke den Schlüssel ins Schloss, drehe ihn um, die Tür geht auf. Endlich! Koffer rein, Schlüssel umstecken, Türe zu. Tief durchatmen! Ich recke mich, dehne mich: Wie-der-zu-Hau-se, wie-der-zu-Hau-se. Dazu gehört: Raus aus den Schuhen. Ramponiert sehen sie aus. Aber wie sollen sie sonst aussehen nach einem Drei-Wochen-Trip mit ramponierten Menschen in einem ramponierten Auto, mit Fähre, zu Fuß oder auf Eselsrücken, und zum Schluss mit der Bahn? „All inclusive“ kann man auch anders verstehen. Weiterlesen

„Austern essen?“ Text von Marita Brenken

Austern

Dieser Text stammt von der Gewinnerin des Food-Wettbewerbs und ist einer der zahlreichen Textgenüsse aus dem Kurs Food-Writing.

Austern essen?

„Ist hier noch frei?“

„Nein.“

„Vielen Dank, dann setzte ich mich mal! Ist ja der einzige freie Platz im Lokal.“

Das hatte ihr gerade noch gefehlt. Sie wollte in Ruhe ihren Sekt trinken und den ersten Tag des neuen Jahres genießen. Mit Blick auf die Alster. In feinem Ambiente. Stilvoll. Sie hatte das Kostüm mit dem Bleistiftrock gewählt, und dem taillierten Jäckchen, vierzig Prozent Mohair. Eine neue Strumpfhose hatte sie sich gegönnt und die Perlenkette angelegt. Nur einmal im Jahr trug sie Lippenstift und Nagellack, am ersten Januar, um das neue Jahr zu begrüßen. Das war ihr Ritual, eine freundliche Begrüßung war wichtig, um das Jahr milde zu stimmen, in jeder Beziehung. Und jetzt versperrte ihr diese Person, diese Matrone die halbe Aussicht auf das neue Jahr und die Umgebung. Raumgreifend. Sie trug keine elegante Perlenkette am fetten Hals, sondern gleich drei Reihen, und drei Reihen am feisten Handgelenk. Widerlich. Und dieses aprikotfarbene Gewand aus Seide, das sanft über die Fettpölsterchen floss, geschickte Tarnung, gutes Material, das konnte sie nicht leugnen. Sie drehte den Kopf zur Seite, um ihr Gegenüber nicht zum Sprechen zu animieren, hob ihr Sektglas, und prostete wortlos den Wolken zu, und Werner, der schon vor so langer Zeit von ihr gegangen war. Weiterlesen

Essen und Schreiben: Food Writing

Wettbewerb und Online-Kurs Food-Writing

Wettbewerb: Schreiben Sie einen Text (bis zu 5 Seiten) über ein Essen in der Weihnachtszeit. Schicken Sie uns den Text bis zum 31. Dezember (info@schreibwerk-berlin – Betreff: Wettbewerb Food-Writing). Gewinnen können Sie die Teilnahme am Online-Kurs Food-Writing. Der führt rund ums Essen zu Blog- oder literarischen Texten oder zu Essays. Der Kurs dauert drei Wochen und präsentiert jeweils in einem Anregungstext das Thema, danach sind die TeilnehmerInnen aufgefordert, ihren aktuellen Text zu schreiben. Erlaubt sind dieses Mal auch Fotos und Instagram-Texte.

Ein paar Gedanken zur (literarischen) Nahrungsaufnahme:

Erbsen, Mohn und Erdbeeren

Was auf den Tisch kommt, wird gegessen – sagte mein Vater und erinnerte damit an die Hungersnöte, die auch in Deutschland geherrscht haben. Diese sind nun weitergezogen, doch ist der Hunger nur bedingt das Gegenteil des Essens. Denn ab und zu kann er die Vorstellung von Genüssen so weit treiben, dass einem förmlich das Wasser im Mund zusammen läuft (nachzulesen bei Günter Grass, Beim Häuten der Zwiebel, pp. 200ff.). Weiterlesen

Online-Special – exklusiv bei schreibwerk berlin

Online-Special: Zur Kunst, zum Reisen, zum schnellen Schreiben, zum extremen Denken

Manchmal fällt uns etwas ein. Etwas ganz Besonderes – zu einem Thema, zu einer Saison, um Blockaden zu lösen … Und dann machen wir daraus ein Online-Special: handgeschrieben, urheberrechtlich geschützt, exklusiv nur bei schreibwerk berlin.

Online-Special Kunst-Geschichten 1 und 2

Online-Special Kunst-Geschichten

Da wir Kunst lieben, haben die Kunstwissenschaftlerin Dr. Tanja Klemm und ich (Dr. Hanne Landbeck), den Kurs „Kunst-Geschichten“ entwickelt. Im ersten Teil geht es um einfache Zugänge zur Kunst und vor allem darum, eigene Worte für hehre Kunst zu finden. Auch lernen Sie, die Angst vor der Kunstbeschreibung kreativ zu nutzen. Wir leiten Sie dazu an, die Brücke zwischen Literatur und Kunst zu bauen und literarische Texte zu schreiben, in denen die Kunst eine Rolle spielt. Inzwischen gibt es Teil 2 dieses Kurses. Er beschäftigt sich mit den Betrachtern von Kunst und bietet ein Kapitel über das Porträt in der Kunst und der Literatur. Schließlich gelangt er über die Landschaftsmalerei bis zu Seelenlandschaften in der Kunst und der Literatur. Weiterlesen

Creative Writing – Online- und Präsenzkurs

schreiben in Chania

Online- und Präsenkurse Creative Writing (kreatives Schreiben)

Unsere Creative-Writing-Kurse bieten wir in zweifacher Ausführung an: als Online- und als Präsenzkurs. Die Präsenzkurse finden auf der Freundschaftsinsel in Potsdam und in Chania auf Kreta statt.

Warum heißt es Creative Writing?

Wir benutzen die englischsprachige Bezeichnung Creative Writing aus mehreren Gründen:

Oft haben wir gehört, dass in deutschen Schreibkursen und -gruppen (zu) viel „kritisiert“ wird. Wie unsere Vorbilder praktizieren wir Freundlichkeit und suchen nach dem Positiven und Ausbaufähigen in den Texten. Immer entdecken wir Möglichkeiten, die Texte und Ideen weiter zu entwickeln. Die anglophone Tradition des creative writing ist älter, bietet mehr Möglichkeiten als die deutsche und arbeitet sehr effektiv. Viele Lehrbücher aus dem englischsprachigen Raum gehen pragmatisch vor, und das lieben wir. Der Aufbau Ihrer Schriftstellerpersönlichkeit ist unser Ziel.
Wir sind zwar ein kleines Unternehmen, aber ganz groß darin, Sie in Ihrer Schreiblust zu stärken.
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