Mord kommt vor dem Fall

Mord kommt vor dem Fall
Ein Krimi von Iris Otto

Ein ungewöhnliches Duo ermittelt im Wettlauf mit der Polizei

Es ist kein guter Morgen, als der junge Bademeister Marius die Leiche der erfolgreichen Kunstspringerin Sarah Müller im Schwimmparadies Main-Taunus findet. Und der Umstand, dass der ruppige Kommissar und dessen hübsche Kollegin ihn als Hauptverdächtigen im Auge haben, macht die Sache nicht besser. Als Marius plötzlich ein zweiter Toter zu Füßen liegt, macht er sich notgedrungen selbst auf die Suche nach dem Mörder. Dabei unterstützt ihn die wunderliche alte Dame Rosalie. Scheinbar selbstlos und mit skurrilen Ideen ist sie dem jungen Mann nicht immer eine Hilfe. Bei ihrer Recherche offenbart sich ein Sumpf aus Korruption, Vetternwirtschaft, Betrug und Eifersucht, der nicht nur Marius in einen Strudel unvorhergesehener Ereignisse zieht.

Das Buch ist im normalen Buchhandel erhältlich, ebenso bei Amazon oder direkt beim Verlag www.tredition.de

Paperback ISBN 978-3-7345-1362-6 12,99 €
Hardcover ISBN 978-3-7345-1363-3 20,99 €
Ebook ISBN 978-3-7345-1364-0 3,99 € (erscheint am 10. Mai)

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Der Knicks hat einen Knacks

Die Literaturknackse
In memorian Roger Willemsen

Es war einmal ein Knicks, der machte Hicks. Ich fragte, hast du einen Knacks? Und dann fiel er mir wieder ein, Roger Willemsen, der ein Buch mit dem Titel „Der Knacks“ geschrieben hat – Roger Willemsen ist gestorben, aber sein Diktum von der Literatur als dem Medium des Knacks, das bleibt.

KnicksJeder, den er in der Literatur angetroffen habe, habe einen Knacks, sagte Willemsen, und erzählte auch von seinem eigenen Knacks, dem frühen Krebstod seines Vaters. Unbemerkt kämen die Knackse, behauptete er – aber der Krebstod eines Vaters kommt ebenso unbemerkt für seinen Sohn wie Willemsens Tod für das deutsche Publikum.

Weil diese Logik nicht ganz logisch ist, und der Knicks, einer der letzten seiner Art, dies messerscharf analysierte, er aber wegen der vielen Todesmeldungen der letzten Zeit keinen Triumph verspürte, sondern eher Verzweiflung, hatte er sein Schicksal in die eigene Hand genommen und war am Faschingsdienstag mit den Narren gezogen. Er hatte sich sogar, was sonst ganz und gar nicht seine Art war, mit den Narren in die Kneipe gesetzt und mehrere Schnäpse getrunken. Was ihm anfangs noch gut gelang, nämlich bei jedem neu ankommenden Narren einen Knicks zu machen, wie es ja so seine Art war, das wurde mit der Zeit immer schwerer.

Der Knicks verlernt das Knicksen

Der Knicks, der zunächst messerscharf wie der Analyseverstand des Knickses funktionierte, die Knie knickten ein, aber der Oberkörper blieb ganz gerade, nur das Haupt senkte sich leicht, das wurde immer bogiger und unscharf, am Ende taumelte der Knicks gar und blieb dann einfach bei jedem Neuankömmling, ungeachtet seines Pflichtgefühls, sitzen und trank weiter Schnaps. Bis er zu mir kam, das war in den frühen Morgenstunden, da hatte er ungefähr 85 Schnäpse getrunken. Ich legte ihn in sein Bett und machte ihm am Nachmittag, als er wieder zu sich kam, ein paar kalte Wickel. Er aß brav die Heringe, die ich ihm auf den Nachttisch gestellt hatte, und bald war er wieder hergestellt. Aber die Traurigkeit blieb. Denn der Knicks hatte tatsächlich einen Knacks abbekommen, der ganz so, wie Willemsen es zur Knacksnatur erhoben hatte, unbemerkt auf ihn zu gekommen war. Früher, in guten Zeiten, lebte der Knicks nämlich in Gemeinschaften von hauptsächlich Mädchen und Frauen, die brav und artig einen Knicks machten. Wenn sie es einmal vergaßen, dann wurden sie vom Herrn Knicks (der nämlich merkwürdigerweise ein Mann war) darauf aufmerksam gemacht, und erst wenn die sanften Häupter sich mit dem Knie gemeinsam nach unten senkten, war er’s zufrieden. Weiterlesen

Max Frisch fragt: Wen soll das interessieren?

Max Frisch, gelassen, souverän und nachdenklich
Max Frisch, gelassen, souverän und nachdenklich

Max Frisch fragte: „Wen soll das interessieren“

in seinen Tagebüchern – und er meint mit „das“ eben das, was er schreibt. Der schweizer Autor (1911 – 1991) hat zeitlebens sein Schreiben durch die Reflektion über das Schreiben begleitet. Er formulierte dabei auch eigene Zweifel (die uns Prokrastinierern bekannt vorkommen, die wir wahrscheinlich aber anders ausdrücken würden):

Ja, wer soll lesen, was ich in diesen Heften schreibe. Und doch, glaube ich, es gibt kein Schreiben ohne die Vorstellung, dass jemand es lese, und wäre dieser Jemand nur der Schreiber selbst. Dann frage ich mich auch: Kann man schreiben, ohne eine Rolle zu spielen? Man will sich selbst ein Fremder sein. Nicht in der Rolle, wohl aber in der unbewusster Entscheidung, welche Art von Rolle ich mir zuschreibe, liegt in meiner Wirklichkeit. Zuweilen habe ich das Gefühl, man gehe aus dem Geschriebenen hervor, wie eine Schlange aus ihrer Haut. Das ist es, man kann es nicht niederschreiben, man kann sich nur häuten. Aber wen soll diese tote Haut noch interessieren! Die immer wieder einmal auftauchende Frage, ob denn der Leser jemals etwas anderes zu lesen vermöge als sich selbst, erübrigt sich: Schreiben ist nicht Kommunikation mit dem Leser, auch nicht mit sich selbst, sondern Kommunikation mit dem unaussprechlichen. Je genauer man sich auszusprechen vermöchte, um so reiner erschiene das Unaussprechliche, das heißt die Wirklichkeit, die den Schreiber bedrängt und bewegt. Wir haben die Sprache, um stumm zu werden. Wer schweigt, ist nicht stumm. Wer schweigt, hat nicht einmal eine Ahnung, wer er nicht ist.
aus: Stiller

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Wie entstehen Romane? In unseren Kursen!

Wie entstehen Romane? Vom Mythos zur Methode

Es ranken sich viele Mythen darum, wie ein Roman entsteht. Woher nimmt man die Idee, wie erkennt man, dass sie etwas taugt … Macht man sich zuerst einen Plan oder schreibt man einfach drauf los?
Viele Fragen kreisen um den kreativen Schaffensprozess – weshalb Autor*innen auch immer wieder danach gefragt werden, wie ihre Romane entstehen. Daniel Kehlmann hat in „Ruhm“ diese scheinbar naiven Fragen ziemlich auf die Schippe genommen. „Woher nehmen Sie Ihre Ideen?“ wird sein reisender Schriftsteller x Mal am Tag gefragt. Und x Mal am Tag antwortet er: „In der Badewanne“. Diese ironische Volte führt zurück zu dem berühmten Heureka-Moment von Archimedes, der in einer öffentlichen Badeanstalt sein nach ihm benanntes Prinzip fand – und deshalb „Heureka“ (ich habe es gefunden) schreiend durch Syrakus gelaufen ist. Nackt, so will es die Legende. Archimedes schrieb keine Romane, aber auch er überließ sich der Intuition und der Muße, die unbedingt zum kreativen Prozess gehören.

Ein kleiner Lichtpunkt

Robert Seethaler sagt: „Im Schreibprozess beginnt alles im nebelhaft Unbewussten, ein kleiner Lichtpunkt taucht verschwommen am Horizont auf. Es kann eine Szene sein, eine Empfindung, eine Figur – und mit dieser einen vagen Szene wächst dann eine Art Struktur, kommen erste Bilder, ein grober Ablauf. Schreiben bedeutet auswählen, streichen, wegschnitzen.“, so Robert Seethaler über das Schreiben. Das lesen Sie auf seiner  Autorenseite.

Strukturiertes Vorgehen

Es gibt verschiedene Methoden, Romane zu schreiben. Manche arbeiten wie Robert Seethaler aus der Intuition heraus. Andere, vor allem Krimiautor*innen, strukturieren vor und bestimmen erst den Plot und die einzelnen Szenen und arbeiten dann aus. Elizabeth George beschreibt in Wort für Wort, wie strukturiert sie vorgeht, um ihre Thriller zu entwerfen. Da spielt der Zufall kaum eine Rolle.

Von den Protagonist*innen ausgehen: lernen Sie ihre Schlüpfer kennen

Zwischen diesen beiden Polen oszillieren die Romanautor*innen, doch für jeden kommt irgendwann die Notwendigkeit, zu strukturieren und zu „plotten“, also die Handlung zu planen. Wir haben unsere Kurse so aufgebaut, dass Sie von den Protagonist*innen ausgehen, die in Ihren Romanen die Hauptrollen spielen werden und im Laufe der Zeit zu einem Plot gelangen. Falls Sie schon anfangs eine Idee haben, integrieren wir diese natürlich von Beginn des Kurses in alle Überlegungen. Wir gehen von der amerikanischen Creative-Writing-Lehre aus, die besagt, dass eine Story  erst dann „laufen lernt“, wenn die Autor*innen quasi in die Schuhe ihrer Figuren schlüpfen können – und eben auch deren Schlüpfer kennen. Dann kennen sie nämlich auch die (geheimen) Wünsche und Sehnsüchte, die Fehler und die Vorzüge und wissen, woher der Handlungsimpuls kommen muss, um den „Helden“ (oder die „Heldin“) in Bewegung zu setzen.

Spielerisch an den Schreibprozess

Bei uns können Sie von Beginn an (Creative Writing) über die Kurzgeschichte (Fiction Writing) bis zum Roman (Novel Writing) das Schreiben lernen. Im Online-Kurs Creative Writing geht es spielerisch an den Schreibprozess, in dem wöchentlich ein neues Thema im Vordergrund steht: Ideen entwickeln, einen Protagonisten entwerfen, eine Krise für ihn/sie finden, Dialoge schreiben, Beschreibungen von Personen, Orten und Gegenständen, Szenen entwickeln und schließlich einen ganzen Plot. Beim Fiction writing vertiefen Sie die Kenntnis des schriftstellerischen Handwerks. Sie schreiben neben vielen anderen Texten am Ende eine 12seitige Kurzgeschichte. Om Novel Writing-Kurs entwickeln Sie die Grundlagen für Ihren Roman: von der Idee zum Thema über die Protagonisten und die Gegenspieler bis zum mindestens ersten Kapitel Ihres Werks.  Sie erfahren etwas über Genres, über Vorgehensweisen beim Schreiben und erhalten viel Input.Wenn Sie weitere Begleitung wünschen, sind wir auch danach für Sie da (Lektorat und Coaching).

Ein schöner kleiner Artikel über schreibwerk

Sommer-Empfehlung: Storytelling – aber richtig

von Eric Kubitz am 5. Juni 2015

Wenn du deinen Tag mit Schreibereien für Webseiten oder PR-Texte verbringst, wird dir das irgendwann nicht mehr genügen. Das ist sicher auch ein Grund, warum Storytelling derzeit zum guten Online-Marketing-Ton gehört. Merke: In jedem Texter steckt auch ein Autor. Also ein echter Kreativer. Einer, der mit etwas Ruhe eine spannende Kurzgeschichte oder eine bewegende Biographie aufs Papier bringen kann. Oder sagen wir: “könnte”. Denn etwas Handwerk und Übung gehören schon dazu. Man braucht Anleitung dafür – ich sage dir, von wem. 
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Die Bewegung meiner Hand auf ihrer Haut – Short Story von Nicola Tams

Die Bewegung meiner Hand auf ihrer Haut

Nicola Tams hat Kulturwissenschaften in Lüneburg und Santiago de Chile studiert und widmet sich derzeit ihrer Doktorarbeit über die Philosophie der Freundschaft von Jacques Derrida. Der Text entstand im Kurs Speed-Writing

Eine Reise führte mich zu ihr. Ich weiß nicht mehr, was für eine Stunde des Tags es war, aber der Winter war gerade dabei zu verschwinden, und auf den Felsgrund an der Küste von Caen hatte sich Eis gelegt. Ich kam von der Hauptstadt und war auf dem Weg zu einem Geschäftstermin in der Normandie. In dieser Region von Frankreich war es kalt und rau, aber sonnig an diesem Tag. Ich erinnere mich jetzt, wie ich in diesen kleinen Ort fuhr und fasziniert war von den schmalen Gassen, die sich überall in die Landschaft hinauszogen.

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Geschichten aus dem Hasenheim (eine etwas andere Weihnachtsgeschichte) von Maria Unger

Der Text ist im Kurs „Advent, Advent, das Textchen brennt“ entstanden

Personen:
Hoppo von Popo (ein alter Hase)
Hoppa von Popa (seine Gattin)

Der Vorhang geht auf.
Bühnenbild:

Wohnstube, an der Wand – groß – eine Reproduktion, Dürers „Hase“, daneben eine Großphotographie: Hochzeitsbild von Hoppo und Hoppa, daneben zahllose kleine Photos von Hasenkindern, -enkeln, -urenkeln usw. Durchs Fenster sieht man Schneetreiben, vom Plattenspieler her ertönt „Leise rieselt der Schnee“. Hoppo von Poppo sitzt gedankenschwer auf einem altmodischen Sofa, seufzt und wischt sich manchmal mit einem großen Schneuztuch Tränen ab. Nach einer Weile öffnet sich die Türe, Hoppa tritt ein mit einem Schälchen gestiftelter Karotten. Sie erschrickt, stellt das Schüsselchen auf den Beistelltisch und macht den Plattenspieler aus.

Hoppa: Ja du mein lieber Schnuckelhase! Ich hab’s geahnt, ich hab’s befürchtet: Du hast wieder deine Dezember-Depression, alle Jahre wieder.

Hoppo: …. kommt das Christuskind: Und mit dem begann der Abstieg unsere Hasendynastie. jahrhundertelang war Bethlehem die Stallhasenzucht-Metropole und bloß wegen geringfügiger Dax-Einbrüche stürzte sich die Börse auf die anfangs völlig übersehene Christkind-Aktie. Von wem das forciert wurde, weiß man heute noch nicht. Der Einzige, der diesen Kurswechsel überschaut hat, war der Hasen-Großaktionär Herodes, ohne Erfolg. Mit diesem Kind hat alles angefangen, bzw. mit dem ganzen Brimborium um das Kind herum: Werbestrategisch war das Ganze bestens organisiert: Zur Beruhigung der zeitgenössischen Hasenfraktion sprach man von einer Geburt im Stall, dann wurde – man nennt das die anthropozentrische Wende – der Hase durch ein Kind ersetzt und schließlich stellte man – auch das eine sehr langfristige und vorausschauende Planung – die ledige Mutter, die ihr Einzelkind vergöttert, ins Zentrum.

Hoppa: Das ist doch hasisch verständlich! Wenn man bloß ein Junges hat! Wenn diese Mutter in ihrem Leben wie ich 53 Junge geworfen hätte, sähe die Welt ganz anders aus! Wie viele habe ich dann verloren durch Fallen oder Schrotkugeln, aber immer wieder haben wir ….

Hoppo: Langfristig hat die Werbeagentur Paulus und Co. durch die Propagierung der so genannten „Heiligen“ Familie vor ca. 2000 Jahren den Grundstein für die Ein-Kind-Familie der Christen in der westlichen Welt gelegt. Die Chinesen haben diese Politik erst sehr viel später gefördert, aus anderen Gründen.

Hoppa: Aber damit verstoßen die Paulaner gegen ihre eigenen Prinzipien, die da heißen „Wachset und mehret euch“!

Hoppo: Meine liebe Hoppeline, es gilt jeweils das neueste Testament, und das, was du sagst, stand im Alten!

Hoppa: Komm du mir nicht mit juristischen Spitzfindigkeiten! Wenn ich mein Jura-Studium nicht nach einem halben Semester wegen fortwährender Schwangerschaften aufgegeben hätte, wäre ich heute eine Staranwältin. Sie stellt sich in Positur, doziert, gestikuliert gekonnt mit ihrer Hasenbrille:

ad 1: Wir Hasen sind, zwar nicht namentlich, aber gewissermaßen als Mitglied der Körperschaft „Tier“ schon am 5. Schöpfungstag erwähnt, waren folglich vor dem Menschen da.
ad 2: Die Regel „Wachset und mehret euch“ haben wir nach dem Vorbild unseres seligen Rammelow I. schon praktiziert, bevor sie ratifiziert wurde.
ad 3: Bei der Arche Noah wurden wir auf einer Anordnung des alten Chefs unter Artenschutz gestellt, weil das Verhalten der Menschen, nicht aber das der Tiere sündig war. Conclusio: Unser Geschlecht fußt also auf einer Jahrtausende alten, göttlich begründeten Tradition!

Hoppo: Das ist ja alles schön und gut, aber die Menschen kümmert seit Jahrhunderten weder Gott noch Tradition. Das neue Menschen-Motto lautet „Man muss mit den Wölfen heulen, und wenn einer nicht mitmacht, nennen sie ihn abfällig „Hasenfuß“.

Hoppa: Abfällig? Zum Glück! Deshalb landen wir nicht am Kreuz. Wir stiften kein Neues Testament, sondern wir gehen stiften. Man schlägt uns nicht ans Kreuz, weil wir Haken schlagen und flüchten.

Hoppo: Ja, wenn man es so sieht. – In der Lateinschule habe ich ja auch gelernt „Homo homini lupus“.

Hoppa: Und das ist kein Hasenlatein! Wir Hasen leben nach dem Motto: „Du sollst Deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“ Das sollte man den Paulanern vielleicht mal sagen!

Hoppo: Ach, Hoppeline, wenn ich dich nicht hätte! Du kannst einen richtig aufrichten.

Hoppa: Du musst aber auch selbst was tun! Nimm jetzt deine Löffel und iss den Karottensalat. Karotten sind gut für die Augen, da werden dir die Lichter aufgehen! Hoppo frisst.

Hoppo: Hoppeline?

Hoppa: Ja?

Hoppo: Hoppelinchen? Weißt du, was Christiane Vulpius ihrem Goether-Gatten geschrieben hat.

Hoppa: Jetzt komm mir nicht mit fremden Frauen!

Hoppo: Sie hat ihm geschrieben, sie fühle sich so „hasig“, so hat sie ihm geschrieben. Und das nicht nur zur Weihnachtszeit.

Hoppa: Das ist die erste Menschenfrau, die mir nachahmenswert erscheint. Sie holt einen Kalender des Jahres 2015. Hoppolino?

Hoppo: Ja?

Hoppa: Jetzt blättern wir im Kalender einige Seiten voraus und feiern das Fest der Osterhasen, die Auferstehung. Das Schneetreiben vor dem Fenster hat aufgehört. Hoppa geht zum Plattenspieler und legt „Häschen in der Grube auf“. Als sich der Vorhang schließt, kann man gerade noch sehen, wie sie Hoppo ihre Hasenpfote reicht und ihn sanft in einen anderen Raum führt.

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