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Ziehen Sie sich warm an! Prokrastinieren Sie weiter.

Prokrastinieren Sie einfach weiter

Prokrastinaken? prokratzinieren? Wie heißt das noch mal, ah ja: Prokrastinieren. Das kommt aus dem Lateinischen und meint Aufschieben. Auf den nächsten Tag, die nächste Gelegenheit und dann auf irgendwann. Einigen Autor:innen geht es so und sie schreiben dann einfach nie. Wir helfen Ihnen dabei!

Prokrastinieren Sie noch? oder schreiben Sie schon? Diese Frage stellen viele Schreibcoachs und geben gut gemeinte Ratschläge gegen die Aufschieberitis. Denn viele Menschen, die schreiben wollen, prokrastinieren einfach vor sich hin. Wir haben schon beschrieben, was man dagegen machen kann, deshalb wollen wir Ihnen heute mal gegenteilige Tipps geben (Achtung: Ironie).
Wenn Sie also nicht schreiben wollen, befolgen Sie doch bitte unsere Ratschläge:
  • Da ja eh klar ist, dass Andere besser schreiben, lassen Sie es am besten einfach sein.
  • Sollten Sie eine Idee für eine Geschichte haben: Gehen Sie lieber einkaufen. Es gibt so viele schöne chinesische Kleider. Oder Accesssoires, Handys und Briefmarken.
  • Stellen Sie sich die Kardinalfrage: Warum will ich überhaupt (eine Geschichte) schreiben? – und beantworten Sie sie am besten mit: Ich weiß nicht …
  • Sollten Sie aus Versehen wirklich mal am Schreibtisch sitzen, nutzen Sie das Internet. Da gibt es facebook, twitter, Pinterest und noch mehr mit all den Geschichten über Geschenke der neuen an die alte Präsidentengattin – übrigens wäre DAS nun wirklich Anlass für eine schöne Geschichte: was ist in der türkisfarbenen Box, die Melania Trump Michelle Obama überreichte?
  • Das bringt mich zur Büchse der Pandora: Öffnen Sie sie nie, es könnten vergiftete Pfeile drin liegen, die sich automatisch in Ihre Gehirnwindungen bohren. Lassen Sie also jegliche Idee Idee sein, buchen Sie einen Flug nach Thailand und legen Sie sich dort an den Strand.
  • Sollten Sie schon mindestens einen Satz geschrieben haben: Hören Sie wieder auf. Wischen Sie Staub, bügeln Sie Ihre Wäsche und bügeln Sie alle Versuche Ihres Willens ab, zu schreiben. Es kämen eh nur glatte Lügen bei raus.
  • Wenn Sie immer noch von dem Wunsch getrieben sind, zu schreiben, schauen Sie auf die Weltpolitik: Da verschlägt es Ihnen doch sowieso die Sprache.

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Das Gespür für Schnee – Wege zur Inspiration

Inspiration am Beispiel Schnee

Das Gespür für Schnee entwickelt unser Gespür für Geschichten

Inspiration? Woher kommt die? Wie können unsere alltäglichen Erlebnisse zu Storys werden? Zuerst einmal müssen wir erkennen, dass sie als Inspiration dienen können.

Vielleicht geht es Ihnen wie vielen? Sie wollen etwas schreiben, aber Sie suchen noch nach der Inspiration? Das beste Mittel, dem zu begegnen, ist: nicht suchen, sondern finden. Also los – folgen Sie mir auf den verschlungenen Wegen zur Inspiration: Wir fassen dich schon.

Zum Beispiel: Themen.

Themen liegen auf der Straße

Und wie sieht die Straße heute aus? Weiß! Es liegt ein bisschen Schnee auf der Straße und den Häusern:

Der weiße Belag taucht das Dorf in ein mildes Licht und legt sich sanft wie eine Decke über mögliche Dramen, Sorgen und Nöte. Schnee inspiriert:

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Unsere modernen Helden (3): Leonard Cohen

Good bye, Leonard

Gestorben ist er nun, Leonard Cohen, der Mann mit dem Anzug, der Sänger mit den wenigen Akkorden und der tiefen Stimme. Der Mann, der in seinem Song “Anthem” den Riss in der Wand  lobte, durch den das Licht falle.  Und der Mensch,  der die Melancholie einer Generation ausdrückte, ja inkarnierte. Aber immer machte er sich auch über sich selbst lustig.

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Erotisch schreiben: mehr verbergen als zeigen

Erotisches Schreiben und die Tabus

Erotisches Schreiben hat – wie die Erotik selbst – sehr viel mit Tabus zu tun. Tabus sind da, um übertreten, verletzt zu werden. Besonders in der Literatur.

Platte Pornos langweilen schnell. Sie nehmen uns die Lust – auch die erotische. Zumindest mir geht es so. Spannung ist wichtig, der Subtext kann mich anmachen, das Ungesagte. Nicht alles sollte auserzählt werden. Auch sollten wir unsere eigene Sensibilität kennen, um sie nicht grob zu verletzen. In Zeiten allgegenwärtiger Internetpornographie ist das gar nicht so leicht. Aber einen Versuch ist es wert.

Beispiel: Vladimir Nabokov, Lolita

“Lolita. Licht meines Lebens. Feuer meiner Lenden. Meine Sünde, meine Seele. Lo-li-ta: die Zungenspitze macht drei Sprünge den Gaumen hinab und tippt bei Drei gegen die Zähne. Lo. Li. Ta.
Sie war Lo, einfach Lo am Morgen, wenn sie vier Fuß Zeh groß in einem Söckchen dastand. Sie war Lola in Hosen. Sie war Dolly in der Schule. Sie war Dolores auf amtlichen Formularen. In meinen Armen aber war sie immer Lolita.”

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Der Kleefisch – eine Short Story zur Kunst (von Maria Unger)

Fisch beschäftigt viele Menschen. Manche machen daraus Kunst, wie Paul Klee – oder Maria Unger. Dieser Text entstand in dem Themen-Special KunstGeschichten 2 – und es handelt sich um Satire (dies nur vorweg)

Maria Unger lebt in Bayern und schreibt hinreißende Geschichten – vor allem zur Kunst. Die Kurse KunstGeschichten gibt es auf Nachfrage.

Rede des Vorsitzenden des Vereins der Nordseefischer

Werte Kollegen!

Als Obmann der Helgoländer Hochseefischer begrüße ich Sie herzlich zu unserer Jahrestagung der Nordseefischer. Besonders begrüße ich die Sponsoren dieser Jahrestagung und unseres Begleithefts „Der Fisch – gestern, heute und morgen“, Herrn Dr. Jakobsen und Herrn Lührsen von der Firma Eglo Fresh Fish.

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Beitrag zum erotischen Schreiben – von Franziska Hauser: Das Geheimnis der friedlichen Mütter

Massage geschenkt: Im Prenzlauer Berg sehen alle Menschen gut aus

Eine Massage kann unterschiedliche Reaktionen auslösen. Wie das ist bei einem Geschenkgutschein, beschreibt der Beitrag von Franziska Hauser: So kann erotisches Schreiben aussehen.

Ich bin alleine in dem abgedunkelten Raum mit dem großen Bett, der Massageliege und den beiden Wasserbecken. Er hat im Rausgehen gesagt, dass ich mich auf den Bauch legen soll. Aber ich stehe unschlüssig herum, weil ich nicht weiß, wo das Kopf- und wo das Fußende ist. Hat er überhaupt gesagt, dass ich mich auf die Liege legen soll? Oder auf das große Bett mit den vielen kleinen Kissen? Ich bin zur Wellnessmassage hier.

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Prokrastinieren Sie: richtig!

Sie wollen ein Buch schreiben? Ach nö! Prokrastinieren ist besser

Es gibt Menschen, die wollen ein Buch schreiben. Sie nehmen sich das ernsthaft vor, haben eine Idee, ein Thema, vielleicht einen Beginn, manchmal sogar schon mehr als fünfzig Seiten. Doch dabei bleibt es erst einmal. Wir prokrastinieren ja so gerne. Das können wir richtig gut.

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