Es ist nie zu spät für ein literarisches Debüt

Es ist nie zu spät zum Schreiben

Vielleicht haben Sie das Jahr mit dem Vorsatz begonnen, (wieder mehr) zu schreiben? Nagen Zweifel an Ihnen, weil Sie denken, Sie seien nun schon zu alt dafür? Aber: Es ist nie zu spät für ein literarisches Debüt, wie die folgenden Beispiele beweisen. Weiterlesen

Fruchtbare Landschaften?

Furcht- und Fruchtbar: Landschaften

Heute trauern wir mal – nicht nur um Helmut Kohl, sondern um unsere Landschaften (Teil 1). Dann werden wir wieder froh und gehen auf eine Reise (Teil 2), auch mit unseren Kursen „Lust auf neue Welt“ (online) und „Schreib&Reise“ in Chania auf Kreta.

1. Landschaften

Wir haben gelernt, solche Landschaften wie die hier abgebildete pfälzische als „schön“ anzusehen. Die Reben sind auf gleiche Höhe getrimmt, die Abstände zwischen ihnen sind identisch, damit die Erntemaschinen auch gut durchkommen, die Farbigkeit gibt eine Illusion von Harmonie, grün, so grün … und doch ist es eine durch und durch konstruierte und – Monsanto, BASF, Bayer et. al. sei Dank – fast insektenfreie Anordnung einstmals variationsreichen Wachstums mit Bäumen, Wiesen, (blühenden) Blümchen, Wildkräutern und einem bisschen Chaos. Die Wege sind so gerade wie die Gedanken, die sie uns erlauben. Armes Deutschland. Armes Deutschland? Weiterlesen

Was wäre wenn … Sie neue Perspektiven brauchen?

Der Schwung des Beginns

Viele Autor*innen haben eine Idee, beginnen zu schreiben, sie schreiben weiter – und auf Seite 20, 35 oder gar 86 bleiben sie stecken. Der Schwung des Beginns ist futsch, nichts scheint mehr zu passen oder weiter zu führen. So viel Zeit haben Sie auf den Beginn verwendet, so schöne Momente hat das Schreiben Ihnen beschert, und doch … Sie stecken fest.

Zeit also, andere Perspektiven einzunehmen und neue Fragen zu stellen. Oder vielmehr eine bestimmte Frage:

Was wäre, wenn …?

Nehmen wir das Bild des Feststeckens:  Ihre Protagonisten sind mit dem Auto in den Schlamm gefahren oder stecken mit dem Karren im Wüstensand fest. Was tun sie? Sie suchen nach Hilfe. Vielleicht gibt es ja andere Autos, die mit starken Männern und Seilen vorbeikommen und sie rausholen aus dem Loch. Problem gelöst. Aber die Geschichte steckt schon wieder im Sand. Weiterlesen

Leidenschaft und Disziplin – die Grundtugenden von Autor*innen

Talent die wichtigste Gabe?

Sie glauben, dass Talent die wichtigste Gabe sei, um Autor*in zu werden? Sie irren! Talentierte, schreibtalentierte Menschen gibt es wie Sand am Meer. Aber diese sind oder werden nicht zwangsläufig auch Schriftsteller. Schriftsteller benötigen zwei Dinge, ohne die sie die Mühen der Täler, die sie durchschreiten werden, nicht überstehen: Leidenschaft und Disziplin. Weiterlesen

Heimchen am Herd – kein Goldes wert? Frauen und Männer im Literaturbetrieb

Männer können es einfach?

Ca. 70 % der Teilnehmer*innen an Schreibkursen sind Frauen, mindestens. Lassen Sie mich mal grob (werden) schätzen: 70% der besprochenen Literatur in den einschlägigen Feuilletons ist von Männern geschrieben (wahrscheinlich mehr). Die können es also einfach? Nun, sie denken, sie können es – und die Lektor*innen in den Verlagen denken auch, die Männer können es einfach.

Bei Frauen lassen wir Vorsicht walten

Bei Frauen lassen auch wir Frauen Vorsicht walten, bevor wir eine aus Versehen zu sehr loben. Eine Ausnahme bilden auswärtige Frauen, unbekannte noch dazu, wie z.B. Elena Ferrante. Die wird unisono gelobt (zu Recht, versteht sich). Oder tote Frauen sind auch klasse, wie z.B. – na welche denn? Mir fällt noch nicht mal eine Verblichene ein. Georges Sand, die sich als Mann verkleidete? Sri Hustvedt, die nicht verblichen, dafür aber mit einem weltberühmten Autor verheiratet ist und aussieht wie ein Model, selbst noch mit 60 plus? Also: vermarktbare Frauen. Der aktuelle Perlentaucher bespricht heute, am 1. März 2017, sieben Bücher, davon sechs von Männern geschrieben. Ich denke mal, dass das die Norm ist. Man müsste eine Untersuchung darüber, wissenschaftlich, versteht sich, durchführen. Und käme  ganz sicher zum niederschmetternden Ergebnis. Weiterlesen

Das Gespür für Schnee – Wege zur Inspiration

Das Gespür für Schnee entwickelt unser Gespür für Geschichten

Vielleicht geht es Ihnen wie vielen? Sie wollen etwas schreiben, aber Sie suchen noch nach der Inspiration? Das beste Mittel, dem zu begegnen, ist: nicht suchen, sondern finden. Also los – folgen Sie mir auf den verschlungenen Wegen zur Inspiration: Wir fassen dich schon.

Zum Beispiel: Themen.

Themen liegen auf der Straße

Und wie sieht diese heute aus? Weiß! Es liegt schon ein bisschen Schnee auf der Straße und den Häusern:

er taucht das Dorf in ein mildes Licht und legt sich sanft wie eine Decke über mögliche Dramen, Sorgen und Nöte. Schnee inspiriert:

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Die Frauenfrage

Die Frauenfrage wird wieder „neu“ gestellt

Es hat lange gedauert, bis die Frauenrechtlerinnen wie Luise Otto-Peters, Jenny Hirsch u.a. Gehör fanden und Frauen in Deutschland den Schleier (alias Kopftuch) ablegten.

 

Aber nun stellt sich in unserem Land die Frauenfrage erneut, und sie gelangt quasi durch die Hintertür zu uns: Was ist denn schon dabei, wenn Frauen voll oder teilweise bedeckt in den Straßen ihren Männern hinterher laufen? Was ist denn schon dabei, wenn sie allein für den Haushalt und die Kinder verantwortlich sind und natürlich nicht (bezahlt) arbeiten dürfen? Was ist denn schon dabei, wenn Vater/Bruder auf die „Ehre“ der Tochter/Schwester aufpasst? Was ist denn schon dabei, wenn mann vermehrt an Hintern fasst? Sind eben andere Kulturen und wir müssen diesen Kulturen gegenüber offen sein.

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Unsere modernen Helden (3): Leonard Cohen

Good bye, Leonard

Gestorben ist er nun, Leonard Cohen, der Mann mit dem Anzug, der Sänger mit den wenigen Akkorden und der tiefen Stimme. Der Mann, der in seinem Song „Anthem“ den Riss in der Wand  lobte, durch den das Licht falle.  Und der Mensch,  der die Melancholie einer Generation ausdrückte, ja inkarnierte. Aber immer machte er sich auch über sich selbst lustig. Weiterlesen

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