Archiv Dezember 2019

Wettbewerbsbeitrag Nr. 1: „Weihnachtsduft im Außenraum“

Weihnachtsduft

Wettbewerbsbeitrag Nr. 1: „Weihnachtsduft im Außenraum“

Weihnachtsduft im Außenraum

Am Abend vor dem zweiten Advent rief mich meine Freundin Fini an und fragte: „Gehen wir  morgen auf den Weihnachtsmarkt in eurer Straße?“ Es ist ein alternativer Weihnachtsmarkt, der jedes Jahr an den Adventssonntagen stattfindet; dort gibt es Kunsthandwerkliches, Selbstgebasteltes und Überflüssiges aller Art zu kaufen – noch ganz im Zeichen des Analogen. Das macht ihn für Fini mit ihrer linksradikalen Vergangenheit, die sonst jeglichen Kommerz verachtet, akzeptabel. Kleine Aufmerksamkeit nennt sie, was später bei ihren Freunden als Staubfänger herumsteht oder aus den Tiefen einer Schublade hervorgekramt werden muss, wenn ihr Besuch bevorsteht. Weiterlesen

Wettbewerbsbeitrag Nr. 2: Ein olfaktorisches Chaos: Weihnachten

olfaktorisches Chaos

Wettbewerbsbeitrag Nr. 2 „Der Geruch von Weihnachten“

Ein olfaktorisches Chaos: Weihnachten

Der Geruchssinn soll angeblich der komplexeste aller unserer Sinne sein. Und deshalb bin ich auch davon überzeugt, dass Weihnachten nicht nur nach Nelke, Zimt oder Koriander gerochen haben kann.

Wieder sitze ich bei diesen Überlegungen vor meinem Rechner, drehe das Mausrad ziellos hoch oder runter und strenge mich an etwas zu finden, was einem diesbezüglichen Duft nahekommt und der auch einen Bezug zu Weihnachten hat.

Ich brauche lange, schüttele instinktiv verneinend den Kopf, als ich gedanklich in meiner Kindheit lande. Damals war Weihnachten mit allem verknüpft, aber keinesfalls mit einem speziellen Geruch. Nur eins war wichtig: die Eltern hatten frei und staffierten die Wohnung mit den entsprechenden Weihnachtsutensilien aus. Der Anblick meines Vaters, der, das unzählige Male benutzte Lametta wieder aufbügelt um damit erneut den Weihnachtsbaum zu schmücken, bleibt unvergessen. Weiterlesen

Der Geruch von Weihnachten – ein Wettbewerb

Beschreiben Sie die Düfte von Weihnachten – Ein Wettbewerb 

Wettbewerb: Der Geruch von Weihnachten

Wie erleben Sie (bzw. Ihre Protagonisten) den Geruch von Weihnachten? Wir laden Sie ein, an unserem Mini-Wettbewerb teilzunehmen und bis zum 24. Dezember einen bis zu 5-seitigen Text darüber zu verfassen. Schicken Sie ihn mit dem Stichwort: Der Geruch von Weihnachten an info@schreibwerk-berlin.de.

Zugelassen sind alle Genres: Gedichte, Beschreibungen, Kurzgeschichten, fiktive oder autobiographische Texte, Essays, Pamphlete und Lobpreisungen.

Wie üblich bildet das Publikum wieder die Jury: Bis zum 31. Dezember haben Sie die Möglichkeit, Ihren Favoriten zu benennen (die Texte werden zeitnah auf der Homepage veröffentlicht und per Newsletter angekündigt).

Die Preise

Selbstverständlich gibt es auch etwas zu gewinnen:

  1. Preis: Online-Special Extremdenken
  2. Preis: Doris Dörrie; Leben Schreiben Atmen. Eine Einladung zum Schreiben (gebundenes Buch)
  3. Preis: Taschenbuch: Ines Geipel, Generation Mauer (Taschenbuch)

Der Geruch von Weihnachten: das Aroma von Familie

Der Mensch kann etwa 10 000 verschiedene Gerüche unterscheiden. Sie wecken Erinnerungen, lösen Assoziationen aus, verursachen Wohlgefühl oder Ekel. Lebkuchen, Bratapfel, Zimt und Zigaretten mögen den Einen, Myrrhe, Weihrauch, Amber und Mist den Anderen an das kindliche Weihnachten erinnern. Bei dem Versuch, Gerüche und Düfte in Worte zu kleiden, geraten wir schnell an unsere Grenzen. Über diese hinaus zu gehen, dazu möchten wir Sie animieren. Unsere Riechschleimhaut besitzt drei Millionen Riechsinneszellen auf einer Fläche, die nicht größer  ist als ein Zwei-Euro-Stück. Dennoch tun wir uns schwer, wenn es darum geht, Düfte zu beschreiben. Das liegt daran, dass der Geruchssinn der archaischste aller Sinne ist – wahrscheinlich war der schon überlebensnotwendig, als die Menschen noch keine Sprache entwickelt hatten.

Ob Sie nun Chanukka feiern oder Jahresendfeste, ob Sie Fleisch essen oder vegane Köstlichkeiten auf den Tisch bringen, das ist uns egal. Wir sagen Weihnachten, weil das bei uns so Brauch war und eine frohe Botschaft verkündet. Besinnlichkeit benötigt in jedem Fall Andacht, zu der wir modern Achtsamkeit sagen. Jetzt ist Ihre Nase gefordert, besonders achtsam zu sein.

Im Dezember beginnt eine ganz besondere Geschäftigkeit. Viele kleine und große Menschen backen, basteln und verstecken die Geschenke im ehemaligen Heizungskeller oder in der Wäschetruhe. All das ist verbunden mit spezifischen Aromen. Der Duft von Adventskränze und Kerzen wabert über der Szenerie. Der Winter schleicht sich durch die Eingangstür mit einem Hauch von Schnee – oder von Schneeregen. Die Katze müffelt, der Hund stinkt, das Bad duftet nach Kardamon und erstrahlt in Kerzenlicht. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Zu den schrillen Liedern auf dem Weihnachtsmarkt von Jingle Bells und Rudolph the rendeer erschnuppern unsere Nasen die Aromen von Glühwein und Pinkel – im doppelten Sinn. Und von Ledertaschen und leeren Geldbörsen, von Nelke, Zimt und Koriander. Dies konkurriert mit der Bratwurst vom echten deutschen Rost. Darüber hinaus stürzen uns die Parfümabteilungen der Drogeriemärkte in ein Chaos der Gefühle.

Beschreiben Sie die Gerüche, die angenehm sind; mischen Sie ein paar Misstöne (bzw. -gerüche) in das Fest, versuchen Sie, die Bandbreite der olfaktorischen Fähigkeit auszunutzen. Wenn es Ihnen gelingt, daraus einen spannenden Text zu komponieren, freuen wir uns auf das Ergebnis. Hier ein Link zu einem Essay über den Geruch in der Literatur, der Ihnen eventuell ein paar Ideen liefert. Überraschen Sie uns mit Ihren Ideen zu den Geruchswelten, die das Ende des Jahres mit bestimmen.

 

Im Schatten der Welle – ein Roman über die Folgen des Tsunami

Titelbild Im Schatten der Welle

„Im Schatten der Welle“ – ein Roman von Andie Arndt

Ein Roman über die Folgen des Tsunami. Hier erzählt Andie Arndt die Entstehungsgeschichte.

Dieser Roman ist all jenen gewidmet,
die im Tsunami 2004 umkamen,
den Verschwundenen und denen, die sie liebten.
Schmerz geht, Liebe bleibt.

Im Frühjahr 2014 kam ich von einem längeren Auslandsaufenthalt zurück nach Berlin. Ich hatte u.a. wieder eine Zeitlang in Indonesien verbracht, was mir zur zweiten Heimat wurde. Schon seit einiger Zeit schrieb ich an einem privaten Blog, doch das reichte mir irgendwann nicht mehr. Ich beschloss, die Schreiberei professioneller anzugehen und meldete mich bei Hanne Landbeck zum Online-Kurs „Kreatives Scheiben“ an, nicht ahnend, dass dies mein Leben verändern würde! Weiterlesen