Potsdam: 4-Tage-Intensivkurs

400,00 450,00 

Geeignet für Anfänger und Fortgeschrittene und für AutorInnen, die ein konkretes Projekt bearbeiten.

Unter „Ausführung wählen“ bestimmen Sie das Datum Ihres Intensivworhkshops. Sollten Sie eine Gruppe sein und einen Wunschtermin haben, sprechen Sie ihn (und die Gebühr) bitte mit uns ab.

Dauer: 4 Tage. 1. Tag 15-18 Uhr; 2.-4. Tag jeweils 10-16 Uhr
Ort: Torhaus auf der Freundschaftsinsel in 14467 Potsdam
Kursleitung: Dr. Hanne Landbeck

Nutzen Sie die Gelegenheit, an Orten abseits Ihres Alltags zu schreiben und neue Ideen zu entwickeln. Verbinden Sie Ihre Ideen mit jenen, die in Babelsberg in Zelluloid gebannt wurden, oder mit jenen, die Friedrich den Großen antrieben. Sie werden in dem Kurs alle Schritte eines Autors erproben, von der Ideenfindung, über Protagonisten, Beschreibungen, Dialoge, Szenen bis hin zum umfassenden Plot für Ihr Projekt.

Wenn Sie ein konkretes Projekt haben, können Sie daran arbeiten.

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Beschreibung

Die Ausgangssituation
Schreiben ist vor allem eins: Schreiben. Deshalb benötigen die Kursteilnehmer Hilfsmittel, die sie dazu befähigen. In der Regel sind das Papier und ein leicht schreibender Stift, der rasch reagieren muss, denn die Gedanken sind häufig schneller als das Schreiben selbst. Wenn Sie einen Lieblingsstift und Lieblingspapier haben, bringen Sie es mit. Sie können auch auf Ihrem Laptop oder Tablet schreiben, wenn Sie schneller (und leserlicher) tippen, als es Ihre Handschrift zulässt. Sorgen Sie dafür, dass Sie sich mit dem Handwerkszeug ausstatten, das Ihnen erlaubt, sich sicher zu fühlen.

Die Ziele
Im Intensivkurs Creative Writing werden Sie Ihre innere Erzählstimme aufspüren und Ihre Lust am Schreiben (weiter) entwickeln. Kleine Übungen stehen am Beginn des Seminars, im Verlauf der vier Tage werden alle Gedanken- und Schreibhandlungen, die zu einem fiktionalen Text führen, erprobt. Sie

  • finden eine entspannt-gespannten Haltung zum Schreiben,
  • trainieren Ihre Vorstellungskraft, erlernen Methoden, um Ideen zu generieren,
  • entwickeln Ihren eigenen Stil und schreiben Szenen und Dialoge,
  • lernen, besser wahrzunehmen und zu beschreiben,
  • nutzen eigene Erlebnisse als „Material“ für Geschichten,
  • gestalten Porträts, Charaktere und Handlungsorte,
  • erarbeiten das „Zubehör“ für Geschichten und Sie
  • entwerfen Handlungsstrukturen / Plots.

Der Weg: Ihre Heldenreise

Erster Tag

Der Wunsch: Ins Schreiben kommen. Nieder mit dem inneren Zensor!
Gegenseitiges Kennenlernen, Definition von Zielen und Erwartungen; kleinere Übungen, um dem eigenen Zensor wirksam zu begegnen. Erste Beschreibungen und Diskussion über Themen für mögliche Storys.

Zweiter Tag

Wahr-Nehmen und Beschreiben: Storytelling lebt durch Details.
Die Wahrnehmung steht im Mittelpunkt des Interesses. Dinge, Gedanken, Gebäude, Gerüche dienen der Aufmerksamkeit der Schreibenden, Sie »er-fassen« Gegenstände und erfahren sie ganz neu. Das Umfeld, eine Wand, ein Bild, ein Bildausschnitt oder Empfindungen und Wahrnehmungen, ausgelöst durch bestimmte sensorische Reize, wecken Assoziationen und stellen überraschende Zusammenhänge her.
Spielerisch konfrontieren Sie sich mit scheinbar banalen Gegenständen neu und bringen dazu er- staunliche Gedanken zu Papier.
Techniken wie Mind-Mapping, Clustering und traditionelle Schreibspiele (z. B. der Dadaisten und Surrealisten, aber auch aus dem Barock) ermöglichen Ihnen einen weitgehend spielerischen Zugang zur eigenen Vorstellungswelt. Sie schreiben ein Gedicht, malen mit Worten und erleben Ihre eigene schöpferische Kraft.
Ein(e) Protagonist(in) wird gefunden: Die Heldenreise beginnt.

Dritter Tag

Die Krise: Ihre Protagonisten und deren Welt.
Sie arbeiten an der Figur, ihrer Krise und den Wendepunkten auf dem Weg des Helden. Sie begeben sich in die Innenwelt Ihres Protagonisten (und des Gegenspielers) und versuchen, dessen Wünsche kennen zu lernen oder das Defizit, das die Geschichte antreibt. Bilder können als Impuls dienen, sich diese Figuren zu vergegenwärtigen, für sie eine Geschichte auszudenken, sich zu überlegen, welche Motivation sie antreibt, worüber sie sich freuen, mit wem sie in Verbindung stehen oder stehen möchten. Dies kann aus der Ich-Perspektive oder in der dritten Person geschehen. Sie lassen Ihre Person sprechen und schreiben Dialoge.
Die Produktivität des Perspektivwechsels erlaubt es, dieselbe Situation aus unterschiedlichen »Augen« zu betrachten und so zu erkennen, wie reichhaltig scheinbar einfache Szenen beschrieben und wie leicht sie verändert werden können.

Vierter Tag

Happy End? Plotten und Überarbeiten.
Fiktive Buchumschläge regen dazu an, sich einen Plot für einen Roman, eine Kurzgeschichte oder eine andere Textform auszudenken. Sie erproben Handlungsverläufe und überlegen sich Spannungskurven.
Erste kürzere Geschichten, die während der ersten drei Tage entstanden sind, werden geschliffen und überarbeitet. Sie lernen vor allem, Ihre eigenen Texte als Arbeitsgrundlage anzusehen, die einen ersten Entwurf darstellt und leicht weiter entwickelt werden kann. (Dies geschieht während der gesamten vier Tage; die Texte werden vorgelesen und gleich besprochen). Abschlussbesprechung.

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