Self Publishing – Ein Erlebnisbericht von Christine Klinger

Christine Klinger, geboren 1972, lebt in Winterthur, wo sie als PR-Beraterin und Autorin tätig ist.

„Bücher von Selbst-Publishing-Verlagen lese ich nicht“

„Kurzgeschichten und Bücher von Selbst-Publishing-Verlagen lese ich nicht“, sagte mir eine Buchhändlerin unumwunden, als ich sie bat, mein Buch in ihre Präsentation von Neuerscheinungen aufzunehmen. Das war hart, aber ehrlich – und leider kein Einzelfall. Auch wenn man vielerorts liest, dass Self-Publishing an Bedeutung gewinnt und es immer wieder einzelne Erfolgsstorys von Self-Publishing-Autoren gibt, so ist meine Erfahrung: Als noch unbekannte Self-Publishing-Autorin ist man immer noch das letzte Glied in der Nahrungskette der Buchbranche. Deshalb kann ich nur dies raten: Steckt für jede Stunde, die ihr ins Schreiben investiert habt, mindestens nochmals so viel Zeit in die Werbung. Glaubt an euch selbst und an euer Buch und lasst euch nicht unterkriegen.

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Wie ich einen Roman schrieb – von Jack Lund

Über den Wolken

Alles begann im Februar 2014 mit einem Online-Kurs von schreibwerk berlin. „Extremdenken“ nannte er sich, und aus verschiedenen persönlichen Gründen erschien mir der Titel als passende Herausforderung für meine damalige Situation. Im Kurs entstanden die zwei Hauptfiguren meines ersten Romans, ÜBER DEN WOLKEN, der chaotische Mediziner und Transmann Joshua und der (zunächst) pflichtbewusste Bundewehrpilot Jacob.

Feedback war ermutigend

Das Feedback meiner zahlreichen Mitschreibenden war sehr ermutigend- dafür danke ich Euch ganz herzlich! Ihr habt mich ermutigt, von Anfang an das ganz große Ziel, meinen ersten Roman, ins Auge zu fassen.

Erste Plotideen entwickelten sich im Kursabschnitt „Extreme Handlung“, dann musste ich das Projekt aus beruflichen Gründen für zwei Monate auf Eis legen. Aber die Schreibwut hatte mich gepackt, ich wurde immer unzufriedener, bis mich meine bessere Hälfte entnervt drängte, doch endlich wieder zu schreiben – ich sei sonst unerträglich. Weiterlesen

Das Notizbuch als Rückgrat der Literatur? Ein Wettbwerb

Das Notizbuch

Das Notizbuch hat unglaublichen Wert für Menschen, die schreiben. Sie können es als Erinnerungshilfe nutzen, um Menschen zu porträtieren, die ihnen begegnen, um Ideen aufzuschreiben für mögliche Geschichte – oder einfach als Stütze für ihre Einkäufe verwenden. Notizbücher sind grandios, auch deshalb, weil wir sie überall hin mitnehmen können und es keine flimmernden Werbefenster gibt, die uns suggerieren, dass wir ganz was anderes tun sollten als zu schreiben. Wir können darin kritzeln, oder sie zu Kunstwerken formen. Wir können viele Notizbücher anlegen und sie dann zusammen bringen wie Doris Lessing das mit dem „Goldenen Notizbuch“ tat. Banale Einkaufslisten können später zu einer Charakterisierung eines Protagonisten dienen, oder wir können dann eine Geschichte über jenen Käse schreiben, den wir damals zu kaufen beabsichtigten … Weiterlesen

Ein Buch schreiben? – Ein Bericht von Andrea Gärtner

Andrea Gärtner lebt als Diakonin in Duingen und hat nun ihren ersten Roman „Herzfehler“ veröffentlicht.

Ein Buch schreiben?

Ein Buch schreiben? Klar, wollte ich immer schon mal. Darum habe ich auch im zarten Alter von 13 Jahren ein erstes Manuskript an einen Kinderbuchverlag geschickt. Und meine erste Absage kassiert. Meinen Ambitionen, professionelle Schriftstellerin zu werden hat das schnell den Stecker gezogen. Ich bin der Literatur zwar treu geblieben, aber eher auf der anderen Seite des Buches – als Leserin.
Vor einigen Jahren hat mich das Schreibfieber dann aber doch wieder gepackt. Ich meldete mich zu Schreibkursen bei schreibwerk berlin an und lernte dort neben dem nötigen Handwerkszeug auch meinen ersten Romanhelden kennen.

Ursprünglich bin ich zum Schreiben angetreten, um einen Krimi zu schreiben. Ich selber lese gern Krimis, darüber hinaus mag ich aber auch alle Bücher, in denen skurrile Figuren gut gezeichnet sind. Dabei ist mir das Genre dann (fast) egal. So kommt es, dass in meinem Bücherregal Stephen King neben Hermann Hesse steht, Douglas Adams auf Henning Mankell trifft und Andreas Franz an Astrid Lindgren lehnt. Weiterlesen

Von Pastelltot zu „Kalte Rache“ – Abenteuer beim Krimischreiben

von Brigitte Krächan

Brigitte Krächan berichtet über die Entstehung ihres Krimis „Kalte Rache“

Das Foto einer toten Fliege

Dieses Foto einer toten Fliege … und der Bildtitel „Pastelltot“ haben zur Idee eines Krimis geführt, der jetzt bei dotbooks erschienen ist.

Bis vor zwei Jahren wäre ich nie auf die Idee gekommen, Krimis zu schreiben.

Meine Schwester hatte das Foto bei Photocase eingestellt und einige Freunde meinten, der Titel wäre perfekt für eine Kurzgeschichte. Ich mag es, wenn jemand meiner Inspiration Beine macht. Die besten Texte schreibe ich, wenn mir ein Bild oder ein Thema vorgelegt wird, und es heißt: „Schreib mal etwas darüber!“ So werde ich gezwungen, meine Komfort-Schreibzone zu verlassen und mich an Neues heranzuwagen. Weiterlesen

Wie ich einen Roman schrieb – von Natascha Birovljev

Natascha Birovljev hat gerade ihren Roman „Schattenpferde“ veröffentlicht. Sie schreibt über ihre Erfahrungen

Der Wunsch, einen Roman zu schreiben

Der Wunsch, irgendwann mal ein Buch zu schreiben, schlummerte schon seit der Schulzeit in mir. Aber ich hatte keine Ahnung, wie und über was ich eine Geschichte schreiben sollte, die länger als eine Kurzgeschichte wäre.
Nach meinem Magisterabschluss führte mich meine Reiselust nach Kanada und die Liebe zu diesem Land erwachte. 2005 habe ich mein Leben in meiner neuen Heimat begonnen. Die ersten Jahre in Kanada waren ausgefüllt mit Pferden, Bergen, Campen und Reittouren, die ich zusammen mit meinem damaligen Mann internationalen Gästen anbot. Dann begann die Ehe zu bröckeln und ich verlor ganz plötzlich meine Mutter. Weiterlesen

Fruchtbare Landschaften?

Furcht- und Fruchtbar: Landschaften

Heute trauern wir mal – nicht nur um Helmut Kohl, sondern um unsere Landschaften (Teil 1). Dann werden wir wieder froh und gehen auf eine Reise (Teil 2).

1: Landschaften

Wir haben gelernt, solche Landschaften wie die hier abgebildete pfälzische als „schön“ anzusehen. Die Reben sind auf gleiche Höhe getrimmt, die Abstände zwischen ihnen sind identisch, damit die Erntemaschinen auch gut durchkommen, die Farbigkeit gibt eine Illusion von Harmonie, grün, so grün … und doch ist es eine durch und durch konstruierte und – Monsanto, BASF, Bayer et. al. sei Dank – fast insektenfreie Anordnung einstmals variationsreichen Wachstums mit Bäumen, Wiesen, (blühenden) Blümchen, Wildkräutern und einem bisschen Chaos. Die Wege sind so gerade wie die Gedanken, die sie uns erlauben. Armes Deutschland. Armes Deutschland? Weiterlesen

Was wäre wenn … Sie neue Perspektiven brauchen?

Der Schwung des Beginns

Viele Autor*innen haben eine Idee, beginnen zu schreiben, sie schreiben weiter – und auf Seite 20, 35 oder gar 86 bleiben sie stecken. Der Schwung des Beginns ist futsch, nichts scheint mehr zu passen oder weiter zu führen. So viel Zeit haben Sie auf den Beginn verwendet, so schöne Momente hat das Schreiben Ihnen beschert, und doch … Sie stecken fest.

Zeit also, andere Perspektiven einzunehmen und neue Fragen zu stellen. Oder vielmehr eine bestimmte Frage:

Was wäre, wenn …?

Nehmen wir das Bild des Feststeckens:  Ihre Protagonisten sind mit dem Auto in den Schlamm gefahren oder stecken mit dem Karren im Wüstensand fest. Was tun sie? Sie suchen nach Hilfe. Vielleicht gibt es ja andere Autos, die mit starken Männern und Seilen vorbeikommen und sie rausholen aus dem Loch. Problem gelöst. Aber die Geschichte steckt schon wieder im Sand. Weiterlesen

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